17.09.: J.S. Bach„Die Choralbearbeitungen der Leipziger Originalhandschrift“

Am Sonntag, dem 17. September 2017, erklingen um 17 Uhr Johann Sebastian Bachs „Choralbearbeitungen der Leipziger Originalhandschrift“

Die beiden Konstanzer Konzertorganisten Prof. Stefan Johannes Bleicher und Mario Hospach-Martini teilen sich die Interpretation dieser einmaligen Sammlung , die J.S.Bach in seiner Leipziger Schaffensperiode zusammengefasst hat, und die ein Höhepunkt in seinem geistlichen Orgelschaffen darstellen.

Vor jeder dieser Choralfantasien wird an der Chororgel der Choralsatz vorangestellt und auf der Hauptorgel mit der Choralbearbeitung geantwortet.
 Bach schöpft dabei alle Formen der Melodiebearbeitung auf der Orgel aus und hat einen unglaublich farbigen und vielseitigen Musikzyklus geschaffen, der in seiner originalen Handschrift erhalten geblieben ist. Eintrittsprogramme gibt es ab 16 Uhr an der Tageskasse.

bleicher_sw1_grStefan Johannes Bleicher, geboren 1962, studierte er zunächst Orgel und Orgelimprovisation bei Lionel Rogg in Genf (Solistendiplom “Prix de Virtuositè”) sowie bei Ewald Kooiman in Amsterdam, außerdem “Historische Aufführungspraxis” bei Nikolaus Harnoncourt am Mozarteum in Salzburg.
Eine rege Konzerttätigkeit führte ihn an die großen Dome, Kathedralen und Hauptkirchen in ganz Europa, in den USA und Kanada.
Seine beachtliche Discographie umfasst heute mehr als 30 CD-Einspielungen, darunter große Orgelwerke Johann Sebastian Bachs oder sämtliche Orgelwerke von Franz Liszt, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Camille Saint-Saëns.
Regelmäßig hält er Gastkurse für Orgelinterpretation und Improvisation an verschiedenen Musikhochschulen und Universitäten im In- und Ausland. Seit 1991 ist er Leiter der Süddeutschen Orgelakademie zur historischen Aufführungspraxis an den großen Barockorgeln in Baden-Württemberg.
Nach erster Lehrtätigkeit an der Leipziger Musikhochschule war er von 2001 – 2009 Professor für Orgel an der Zürcher Hochschule der Künste und Organist der Stadtkirche Winterthur. 2009 übernahm er die Professur für Orgelspiel an der staatl. Musikhochschule Trossingen. 2011 wurde er mit dem deutschen Musikpreis Echo – Klassik in der Kategorie “Beste Konzerteinspielung Orgel des Jahres” ausgezeichnet.

Hospach-MartiniMario Hospach-Martini, Jahrgang 1971, studierte zunächst am Mozarteum in Salzburg das Fach “Historische Aufführungspraxis” bei Nikolaus Harnoncourt. Seine wichtigsten musikalischen Einflüsse als Organist erhielt er bei Prof. Stefan Johannes Bleicher, Prof. Michael Kapsner und Prof. Dr. Robert Hill. Bei Prof. Michael Kapsner studierte er in den Jahren 1993 bis 2000 an der Musikhochschule in Trossingen, wo er sein Aufbaustudium im Fach Orgel nach vorangegangenem Grundstudium mit Auszeichnung absolvierte. Danach vertiefte Mario Hospach-Martini seine Studien in historischer Aufführungspraxis bei Prof. Dr. Robert Hill an der Musikhochschule in Freiburg.
Mario Hospach-Martini verfolgt seit seinem Studium eine rege Konzerttätigkeit, die ihn in verschiedene europäische Länder und nach Übersee führte. Regelmäßig konzertiert Mario Hospach-Martini auch an den großen Denkmalorgeln in Süddeutschland. Seine Lehrtätigkeiten als Dozent für Orgel an den Musikhochschulen in Zürich, Trossingen sowie bei der Süddeutschen Orgelakademie ergänzen sein künstlerisches Schaffen.

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