Bachchor singt Beethoven und Reißenberger

Eine Uraufführung und ein Meisterwerk aus der Wiener Klassik stehen auf dem Programm, das der Coburger Bachchor am Sonntag, 25. November 2018, um 16 Uhr singen wird:

Es erklingt die Messe C-Dur op. 86 von Ludwig van Beethoven, dazu gibt es das Werke “MEM 29 Psalm 130″ von Marcus M. Reißenberger.

Neben dem Bachchor singen bekannte Solisten, es spielen Mitglieder des Philharmonischen Orchesters des Coburger Landestheaters. Leiteng: Peter Stenglein.

Eintrittskarten gibt es ab September 2018!

“Die erste der beiden Messvertonungen Beethovens ist in ihrer subjektiv-bekenntnishaften Tonsprache ausgesprochen modern und zukunftsweisend. Sie erschließt dem liturgischen Text ganz neue Ausdruckswelten. Sie ist keine Vorstufe zur Missa solemnis, sondern ein eigenständiges Werk, das für die Weiterentwicklung der Messenkomposition im 19. Jahrhundert Maßstäbe gesetzt hat. Ihre Neuartigkeit, die dem Komponisten selbst bewusst war („Von meiner Meße wie überhaupt von mir selbst sage ich nicht gerne etwas, jedoch glaube ich, daß ich den text behandelt habe, wie er noch wenig behandelt worden“), eröffnete einen bis dahin nicht gekannten, zeitgemäßen Zugang zum Glauben, der noch heute aktuell ist.” (https://www.carus-verlag.com)

Marcus M. Reißenberger stammt aus Coburg, wo er auch mit dem ersten Klavierunterricht seine musikalische Ausbildung begann. Ab 1983 studierte er an der Hochschule für Musik Würzburg bei Bertold Hummel Komposition und nahm anschließend das Meisterklassenstudium bei Heinz Winbeck auf.
Seine kompositorische Tätigkeit wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. erhielt 1990 ein Stipendium an der „Cité internationale des Arts“ in Paris und wurde 1991 Stipendiat des Bayerischen Staatsministeriums zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses. Im Jahr 2017 erhielt er eine Einladung zum Finale des Orchesterkompositionswettbewerbs im Rahmen der Weimarer Frühjahrstage für zeitgenössische Musik, wo er dann auch den Publikumspreis errang.
Neben seiner freiberuflichen Tätigkeit als Komponist und Arrangeur gehört er auch seit 1998 zum Lehrkörper der Hochschule für Musik Würzburg, an welcher er einer Lehrverpflichtung im Fachbereich Musiktheorie nachgeht.

Die Komposition MEM 29 basiert auf dem Psalm 130 in der Übersetzung von Martin Luther. Musikalisch ist das Werk sehr stark inspiriert einerseits von der strengen Vokalpolyphonie der niederländischen Renaissance, anderseits spielen auch impressionistische Klangflächenstrukturen eine nicht unerhebliche Rolle.

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