Der in München lebende vielfach ausgezeichnte Komponist Wilfried Hiller feierte im März 2011 seinen 70. Geburtstag. Der Coburger Bachchor singt zu Ehren des Komponisten am Sonntag, 20.11.2011, um 16 Uhr dessen großes Werk „Schulamit“, das im Rahmen der Landshuter Hofmusiktage im Jahre 1990 uraufgeführt wurde.
Der Untertitel des Werkes lautet „Lieder und Tänze der Liebe, ein erotisches Triptychon für Soli, Chor und Orchester“. Hiller wurde zu seiner Komposition angeregt durch die „Verdeutschung“ des Bibeltextes aus dem Hebräischen und die besondere Sprache Martin Bubers sowie durch die poetischen Bilder Marc Chagalls im Musée National Biblique in Nizza. Das Hohelied, wie es Martin Luther bezeichnete, ist einer der ältesten Liebesliederzyklen der Weltliteratur.
Zahlreiche Komponisten haben Texte des Lieds der Lieder vertont, unter anderem Lechner, Schütz, Palestrina, Bach und Bruckner. Während diese eher zu allegorischen Auslegungen neigten, die die Liebe zwischen Schlomo und Schulamit als Liebe zwischen Gott und seiner Kirche interpretierten, deuteten die Komponisten des 20. Jahrhunderts – wie Arthur Honegger und Krzysztof Penderecki – diese Lieder als Liebes- und Hochzeitsgesänge. So auch Wilfried Hiller:
“Meine Lieder und Tänze der Liebe sind der ‘ewigen Schulamit’ gewidmet und sind als Hymnus auf die nie versiegende Liebe gedacht.”
Die bildhafte und rhythmisch fesselnde unverwechselbare Tonsprache Hillers fasziniert den Zuhörer in hohem Maße. Wilfried Hiller ist einer der meist gespielten deutschen Bühnenkomponisten unserer Zeit. Seine Kinderopern und musikalischen Fabeln (in Zusammenarbeit mit Michael Ende) machten ihn einem breiten Publikum bekannt. „Der Goggolori, eine bairische Mär mit Musik“ stammt ebenso aus seiner Feder wie die Fernsehoper „Niobe“, die Lebensballade „Wolkenstein“ oder das klingende Mosaik „Augustinus“.
Einen Einführungsabend zu „Schulamit“ gab es am Mittwoch, 9. November, um 19.30 Uhr im Saal des Gemeidehauses Contakt, Untere Realschulstr. 3, in Coburg: Peter Stenglein im Gespräch mit dem Komponisten Wilfried Hiller (München)
Konzerttermin:
20. November 2011, 16 Uhr, St. Moriz-Kirche Coburg
Franziska Rauch (Sopran), Martin Trepl (Bariton), Elisabet Woska (Sprecherin), Coburger Bachchor, Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg, Peter Stenglein (Leitung)
Eintrittskarten für „Schulamit“ erhalten Sie ab 20.10.2011 bei der Tourist-Information Coburg, Herrngasse 4, 96450 Coburg, Tel.: 09561-898044, info@coburg-tourist.de und an der Abendkasse. Eintrittspreise: 22, 18, 10, 9, 7, Euro (Schüler und Studenten: 3,50 Euro).
Wilfried Hiller: Schulamit
Wilfried Hiller
Der in München lebende vielfach ausgezeichnte Komponist Wilfried Hiller feierte im März 2011 seinen 70. Geburtstag. Der Coburger Bachchor singt zu Ehren des Komponisten am Sonntag, 20.11.2011, um 16 Uhr dessen großes Werk „Schulamit“, das im Rahmen der Landshuter Hofmusiktage im Jahre 1990 uraufgeführt wurde.
Der Untertitel des Werkes lautet „Lieder und Tänze der Liebe, ein erotisches Triptychon für Soli, Chor und Orchester“. Hiller wurde zu seiner Komposition angeregt durch die „Verdeutschung“ des Bibeltextes aus dem Hebräischen und die besondere Sprache Martin Bubers sowie durch die poetischen Bilder Marc Chagalls im Musée National Biblique in Nizza. Das Hohelied, wie es Martin Luther bezeichnete, ist einer der ältesten Liebesliederzyklen der Weltliteratur.
Zahlreiche Komponisten haben Texte des Lieds der Lieder vertont, unter anderem Lechner, Schütz, Palestrina, Bach und Bruckner. Während diese eher zu allegorischen Auslegungen neigten, die die Liebe zwischen Schlomo und Schulamit als Liebe zwischen Gott und seiner Kirche interpretierten, deuteten die Komponisten des 20. Jahrhunderts – wie Arthur Honegger und Krzysztof Penderecki – diese Lieder als Liebes- und Hochzeitsgesänge. So auch Wilfried Hiller:
Die bildhafte und rhythmisch fesselnde unverwechselbare Tonsprache Hillers fasziniert den Zuhörer in hohem Maße. Wilfried Hiller ist einer der meist gespielten deutschen Bühnenkomponisten unserer Zeit. Seine Kinderopern und musikalischen Fabeln (in Zusammenarbeit mit Michael Ende) machten ihn einem breiten Publikum bekannt. „Der Goggolori, eine bairische Mär mit Musik“ stammt ebenso aus seiner Feder wie die Fernsehoper „Niobe“, die Lebensballade „Wolkenstein“ oder das klingende Mosaik „Augustinus“.
Einen Einführungsabend zu „Schulamit“ gab es am Mittwoch, 9. November, um 19.30 Uhr im Saal des Gemeidehauses Contakt, Untere Realschulstr. 3, in Coburg: Peter Stenglein im Gespräch mit dem Komponisten Wilfried Hiller (München)
Konzerttermin:
20. November 2011, 16 Uhr, St. Moriz-Kirche Coburg
Franziska Rauch (Sopran), Martin Trepl (Bariton), Elisabet Woska (Sprecherin), Coburger Bachchor, Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg, Peter Stenglein (Leitung)
Eintrittskarten für „Schulamit“ erhalten Sie ab 20.10.2011 bei der Tourist-Information Coburg, Herrngasse 4, 96450 Coburg, Tel.: 09561-898044, info@coburg-tourist.de und an der Abendkasse. Eintrittspreise: 22, 18, 10, 9, 7, Euro (Schüler und Studenten: 3,50 Euro).